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Malteserorden

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Ein Jahr in Zahlen aus dem Tätigkeitsbericht von Malteser International: von der Flüchtlingsrettung bis zum Katastrophenschutz

Köln, 17/08/2017 


Im Tätigkeitsbericht von Malteser International, dem Internationalen Hilfswerk des Malteserordens, schlüsselt die Organisation die Daten seiner humanitären Einsätze auf, die im Verlauf des Jahres 2016 in den verschiedenen Erdteilen stattgefunden haben: Das Spektrum reicht dabei von humanitären Ausnahmezuständen in Syrien, dem Irak und im Südsudan bis zu den Katastrophen, die sich weitab der Öffentlichkeit in Pakistan, Myanmar und der Demokratischen Republik Kongo abspielen. Das Jahr war von zahlreichen schwerwiegenden Krisenherden gekennzeichnet und zwang Millionen Menschen dazu, ihr Zuhause zu verlassen. Die Zahl der Vertriebenen hat so weltweit eine nie dagewesene Zahl von 65 Millionen erreicht.

„Zu unseren Prioritäten gehört es nach wie vor, Menschen, die aufgrund von andauernder Gewalt in Regionen mit zerstörter medizinischer und sozialer Infrastruktur zur Flucht gezwungen wurden, zu versorgen. Aber unsere Mission geht darüber hinaus: um den Bedürfnissen der Vertriebenen und Flüchtlingen gerecht zu werden, müssen wir auch die Infrastruktur in den Gastländern aufbauen oder stärken“, erklärt der Generalsekretär von Malteser International, Ingo Radtke.

Im Verlauf des Jahres 2016 wurden 1,6 Millionen Menschen in einem der 435 medizinischen Zentren, in denen Malteser International weltweit präsent ist, versorgt. Mehr als 186.000 Frauen erhielten vor oder nach der Geburt medizinische Hilfe und rund 178.000 Personen wurde Nahrung, Kleider, Hygieneartikel gestellt oder sie wurden in einem der Aufnahmezentren, die Malteser International führt, von den humanitären Helfern betreut.

Diese Daten sind neben vielen weiteren Informationen im Jahresbericht 2016 aufgeführt, der von der humanitären Organisation mit Sitz in Köln veröffentlicht wird. Aktuell operiert die Organisation in 24 Ländern mit Hunderten von unterschiedlichen medizinischen und sozialen Hilfsprogrammen. Einerseits werden direkt nach Naturkatastrophen Hilfseinsätze organisiert oder langfristige Projekte zur Unterstützung der lokalen Bevölkerung durchgeführt, die von Katastrophen, Epidemien oder Konflikten betroffen ist.

Einige Einsätze aus dem Jahr 2016
Im Nordirak leistet Malteser International den Vertriebenen in Dohuk, Erbil und Nineveh mit mobilen Kliniken in den entlegensten Dörfern Hilfe. Malteser International hat auch das Programm „Cash for Work“ ins Leben gerufen. Dadurch konnten viele Frauen an Kursen teilnehmen, welche über die Hygiene-Standards aufklärten. So werden sie selbst zu Ausbilderinnen, die der lokalen Bevölkerung helfen diese Hygienemaßnahmen einzuhalten und dadurch Epidemien zuvorzukommen.

In Syrien betreibt Malteser International ein Kinderkrankenhaus in Aleppo. Die Intensivstation für Säuglinge macht dieses Krankenhaus zu einer außergewöhnlichen Einrichtung zur Versorgung von Frühgeborenen oder schwerkranken Säuglingen. Das Krankenhaus verfügt auch über eine Blutbank und produziert Sauerstoff, der an die anderen Krankenhäuser des Landes geliefert wird. Seit Beginn des Konfliktes im Jahr 2011 wurden die vorhandenen medizinischen Einrichtungen aufgrund der Bombardements buchstäblich halbiert.

Die humanitäre Krise im Südsudan scheint nicht abzuflauen und hat viele Personen gezwungen, in Aufnahmelager wie nach Wau, im Nordosten der Hauptstadt Juba, zu fliehen. Hier führt Malteser International Kurse durch, in denen die Techniken des Ackerbaus vermittelt und Saatgut verteilt werden. Zudem erhalten 3.000 Kinder im Schulalter kostenlose Mahlzeiten, in einem ähnlichen Projekt in Juba sind es 2.000 Kinder. Die Organisation engagiert sich darüber hinaus beim Bau von Trinkwasserpumpen und die Mitarbeiter verteilen Seife an 18.000 Menschen in den Aufnahmecamps, um die Hygiene dort zu verbessern.

In Pakistan, einem der ärmsten Länder der Erde, das oft Schauplatz von Naturkatastrophen ist, organisiert Malteser International Kurse zum Katastrophenschutz. Hierdurch soll die lokale Bevölkerung auf evtl. Katastrophen wie Überschwemmungen und Wirbelstürme vorbereitet werden. Die Projekte zielen darauf ab, die lokalen Gemeinschaften zu stärken und sie unabhängiger zu machen, um die Schäden von Naturkatastrophen zeitnah zu beseitigen.

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